Die Geschichte der FeG Eibelshausen

Teil 2: 1892 – 1938 „Gemeinschaft"

1892 wurde die Dietzhölzbahn eröffnet. Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten an der Bahntrasse und der Aufschüttung der Bahnhofstraße wurde der Gemeinde ein Baugrundstück in der Friedrichstraße angeboten. Unter großen finanziellen Opfern wurde das erste Gemeindehaus in kürzester Zeit erbaut. Am 04.09.1892 wurde es eingeweiht. Nun fehlte der neuen Gemeinde nur noch ein Name. Daher gründeten die 5 leitenden Männer der Gemeinde am 17. Dezember 1892 den „Verein für innere Mission". Von Anfang an gehörte er zum „Bund Freier evangelischer Gemeinden." Aber erst 1936 änderte die Gemeinde ihren Namen in Freie evangelische Gemeinde Eibelshausen. Die Namen der 5 Männer, denen wir den 125. Geburtstag unserer Gemeinde in diesem Jahr verdanken, lauten: Jacob Hast, Carl Jacob Orth, Wilhelm Orth, Heinrich Eckhardt und Heinrich Schwehn.

Die Verantwortung für das Gemeindehaus und die damit verbundenen finanziellen Belastungen führten zu einer größeren Verbindlichkeit innerhalb der Gemeinschaft. Unterschrieben zunächst 28 Männer die Satzung der Gemeinde, so wuchs sie doch beständig. Im Sommer wurden große Jahresfeste gemeinsam gefeiert. Im Winter lud man zu Evangelisationen ins Gemeindehaus ein. Viele suchende Seelen fanden so in der Gemeinde ein neues Zuhause für sich und ihren Glauben. Besonders stark war das Wachstum in den Erweckungswintern 1894, 1899, 1906 und 1927.

Als Jacob Hast am 01. Januar 1897 starb, war die Gemeinde endgültig aus den Kinderschuhen entwachsen und musste erwachsen werden. Pfarrer Kortheuer schreibt in der Kirchenchronik von 1897: „Es wird zur Bildung einer freien Gemeinde kommen. Je eher das geschieht, umso besser wird es sein für die Klärung der Verhältnisse, obwohl es für uns Pfarrer sehr schmerzlich ist, die Trennung zu erleben." Bis dahin hatten die meisten Gemeindeglieder eine Doppelmitgliedschaft. Allerdings besuchten sie die Kirche fast nur noch zu Trauungen und Beerdigungen. Nun wurden die Gottesdienste in der Gemeinde auch am Sonntagvormittag gefeiert. Ein Harmonium wurde angeschafft (1912). Die ersten Trauungen wurden selbst gestaltet. Die Kinder wurden nicht mehr getauft. Erste Glaubenstaufen wurden vollzogen, obwohl das Taufbecken im Gemeindehaus erst 1925 installiert wurde. Das Abendmahl wurde endlich in den eigenen Reihen gefeiert. Einige Gemeindeglieder traten konsequent aus der Kirche aus, um zu zeigen, wo ihr geistliches Zuhause ist.

Ja, im Leben eines Christen geht es nicht nur um den Glauben. Es geht auch darum, dazuzugehören. Gott möchte uns in seiner Gemeindefamilie sehen. Er will ein Ja von uns zu unserer geistlichen Verwandtschaft hören. Nun sagen manche Leute: „Ich bin zwar Christ, aber ich will zu keiner speziellen Gemeinde gehören." Das ist sehr schade und widerspricht Gottes Plan für unser Leben. Das ist so, als würde ich sagen: „Ich bin Fußballprofi, aber ich will bei keiner Mannschaft in der Bundesliga mitspielen." Was meinst Du, wie lange ich mit dieser Einstellung wohl noch Profi bin? Sicher nicht lange. Jesus weiß, dass wir unseren Glauben schnell wieder verlieren, wenn wir niemanden um uns haben, der uns im Glauben stärkt. Darum stellt er uns wie eine Familie zusammen, damit wir uns gegenseitig ermutigen. Wir dürfen uns wie die Kohlen im Feuer gegenseitig anfachen und wärmen. Darum mach Jesus doch die Freude und schließ Dich verbindlich seiner Gemeinde an. Zeig ihm, dass Du nicht nur glaubst, sondern auch dazugehörst. Und wenn Du noch nicht getauft bist, dann sprich darüber bitte mit Jesus. Denn die Taufe drückt sicherlich am tiefsten aus, dass Du zu Jesus und zu seiner Gemeinde gehörst. Und vergiss auch nicht, dass Jesus Dich im Abendmahl segnen möchte. So wie Du Dich im Abendmahl mit Deinen Geschwistern im Glauben verbindest, verbindet sich Jesus auch mit Dir.

Fortsetzung folgt ...

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